Nationalpark Matsalu
Der Vorgänger des Nationalparks, das Staatliche Naturschutzgebiet Matsalu, wurde 1957 zum Schutz von nistenden, mausernden und durchziehenden Vögeln gegründet. 1976 wurde Matsalu in die Liste der Ramsar-Gebiete, d.h. die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung eingetragen. Die Ramsar-Konvention erkennt die Schutzgebiete an, in denen die Feuchtgebiete bewahrt wurden und deren Nutzung nachhaltig ist.
2004 wurde das Naturschutzgebiet Matsalu in den Nationalpark Matsalu umbenannt (Fläche 48 610 ha).
Außer den Vögeln schützt der Nationalpark Matsalu auch für Westestland charakteristische halbnatürliche Biozönosen (Strand- und Auwiesen, Alvare und Gehölzwiesen, Röhrichte, Kleininseln) und das Kulturerbe im Seegebiet Väinameri. Beim Nationalpark Matsalu handelt es sich um eines der bedeutendsten europäischen Nist- und Aufenthaltsgebiete von Wasserzugvögeln.
Der Nationalpark Matsalu wurde als einziges Gebiet im Baltikum mit dem Europäischen Diplom für geschützte Gebiete vom Europarat ausgezeichnet, wodurch die biologische, geologische und landschaftliche Vielfalt von Matsalu anerkannt wird.
